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Solar Notdienst Schweiz: Hilfe bei Störungen und Ausfällen

Ihre Solaranlage produziert ploetzlich keinen Strom mehr, der Wechselrichter zeigt eine Fehlermeldung an, oder nach einem heftigen Gewitter funktioniert gar nichts mehr. Stoerungen an Solaranlagen koennen jederzeit auftreten, und in vielen Faellen ist schnelles Handeln gefragt, insbesondere wenn Sicherheitsrisiken bestehen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, wie der Solar-Notdienst in der Schweiz funktioniert, wann Sie ihn brauchen und wie Sie sich optimal auf den Ernstfall vorbereiten koennen.

Wann brauchen Sie einen Solar-Notdienst?

Nicht jede Stoerung erfordert einen sofortigen Notdiensteinsatz. Unterscheiden Sie zwischen Notfaellen, die sofortiges Handeln erfordern, und Stoerungen, die innerhalb weniger Tage behoben werden koennen. Ein echter Notfall liegt vor bei sichtbaren Beschaedigungen an Modulen oder Kabeln nach einem Unwetter, bei Brandgeruch oder Rauchentwicklung an der Anlage, bei Wassereinbruch durch beschaedigte Dachdurchfuehrungen, bei blanken oder herunterhaengenden Kabeln sowie bei ungewoehnlichen Geraeuchen wie Knistern oder Surren am Wechselrichter oder an den DC-Verbindungen.

Bei diesen Notfaellen sollten Sie sofort handeln. Schalten Sie die Anlage wenn moeglich am DC-Trenner ab und rufen Sie Ihren Installateur oder den Solar-Notdienst an. Bei Brandgefahr verlassen Sie das Gebaeude und rufen Sie die Feuerwehr. Versuchen Sie niemals, elektrische Stoerungen selbst zu beheben, denn Solarmodule stehen unter Spannung, solange Licht auf sie faellt, und koennen lebensgefaehrliche Stroeme fuehren.

Weniger dringende Stoerungen sind beispielsweise ein Leistungsabfall gegenüber den Erwartungen, gelegentliche Fehlermeldungen am Wechselrichter, die sich durch Neustart beheben lassen, eine nicht funktionierende Monitoring-App oder einzelne Module mit verringerter Leistung. Diese Stoerungen sollten zwar zeitnah behoben werden, erfordern aber keinen sofortigen Notdiensteinsatz. Kontaktieren Sie Ihren Installateur waehrend der regulaeren Geschaeftszeiten und vereinbaren Sie einen Servicetermin.

Was tun bei einer Stoerung: Erste Schritte

Wenn Ihre Solaranlage eine Stoerung aufweist, sollten Sie zunaechst die Fehlermeldung am Wechselrichter ablesen und notieren. Pruefen Sie die Monitoring-App auf aktuelle Daten und Fehlercodes. Kontrollieren Sie, ob alle Sicherungen eingeschaltet sind und ob die FI-Schutzschalter nicht ausgeloest haben. Pruefen Sie visuell, ob aeusserliche Schäden an Modulen, Kabeln oder dem Wechselrichter erkennbar sind. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und Wetterbedingungen zum Zeitpunkt der Stoerung.

In vielen Faellen laesst sich die Stoerung durch einen einfachen Neustart des Wechselrichters beheben. Schalten Sie den Wechselrichter am AC-Schalter aus, warten Sie etwa 30 Sekunden und schalten Sie ihn wieder ein. Wenn die Stoerung dadurch behoben wird und nicht wiederkehrt, ist kein Serviceeinsatz notwendig. Tritt die Stoerung jedoch wiederholt auf, sollten Sie Ihren Installateur kontaktieren.

Solar-Notdienst: Was bieten Installateure an?

Die Verfuegbarkeit eines Notdienstes variiert je nach Installateur. Grosse Betriebe bieten oft einen 24-Stunden-Notdienst mit garantierten Reaktionszeiten an. Regionale Fachbetriebe sind haeufig über Mobiltelefon auch ausserhalb der Geschaeftszeiten erreichbar, bieten aber keinen formellen 24-Stunden-Service. Einige Installateure arbeiten mit überregionalen Serviceunternehmen zusammen, die den Notdienst abdecken.

Die Kosten für einen Notdiensteinsatz haengen von verschiedenen Faktoren ab. Innerhalb der Gewährleistungsfrist sind Einsaetze, die auf Maengel der Installation zurückzufuehren sind, in der Regel kostenlos. Ausserhalb der Gewährleistung oder bei Schäden durch aeussere Einwirkungen muessen Sie mit Kosten rechnen. Typische Stundenloehne für Soforteinsaetze liegen bei CHF 120 bis CHF 200, zuzueglich Anfahrtskosten und Materialkosten. Ausserhalb der regulaeren Arbeitszeiten koennen Zuschlaege von 50 bis 100 Prozent anfallen.

Wartungsvertrag als Vorsorge

Die beste Vorsorge gegen Stoerungen ist ein Wartungsvertrag mit Ihrem Installateur. Ein guter Wartungsvertrag umfasst regelmässige Inspektionen, bei denen potenzielle Probleme erkannt und behoben werden, bevor sie zu Stoerungen fuehren. Viele Wartungsvertraege beinhalten auch eine bevorzugte Behandlung im Stoerungsfall, kuerzere Reaktionszeiten und reduzierte Kosten für Notdiensteinsaetze. Ob sich ein Wartungsvertrag für Sie lohnt, haengt von verschiedenen Faktoren ab, die wir in einem separaten Artikel ausfuehrlich behandeln.

Fernüberwachung und Monitoring

Eine professionelle Fernüberwachung Ihrer Solaranlage kann Stoerungen fruehzeitig erkennen, oft bevor Sie sie selbst bemerken. Moderne Monitoring-Systeme überwachen die Leistung jedes einzelnen Moduls oder Strings und senden bei Abweichungen automatisch eine Benachrichtigung an den Betreiber und den Installateur. So koennen viele Probleme proaktiv behandelt werden, noch bevor sie zu einem Totalausfall fuehren.

Die meisten modernen Wechselrichter verfuegen über integrierte Monitoring-Funktionen, die über eine Smartphone-App abgerufen werden koennen. Pruefen Sie regelmässig die Produktionsdaten und vergleichen Sie sie mit den erwarteten Werten. Wenn die Produktion über mehrere Tage hinweg deutlich unter den Erwartungen liegt und die Wetterbedingungen dies nicht erklaeren, sollten Sie Ihren Installateur kontaktieren.

Haeufige Stoerungsursachen und Loesungen

Die haeufigsten Stoerungsursachen bei Solaranlagen sind Wechselrichterausfaelle, die für den groessten Teil aller Serviceeinsaetze verantwortlich sind. Wechselrichter haben eine typische Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und muessen im Laufe der Anlagenbetriebsdauer in der Regel mindestens einmal ausgetauscht werden. Weitere haeufige Ursachen sind fehlerhafte MC4-Steckverbindungen, die durch Alterung oder Feuchtigkeit kontaktprobleme entwickeln koennen, sowie Netzprobleme wie Spannungsschwankungen im oeffentlichen Netz, die den Wechselrichter zum Abschalten bringen koennen.

Verschmutzung der Module durch Staub, Pollen, Vogelkot oder Laub kann die Leistung reduzieren, fuehrt aber selten zu einem Totalausfall. Schneebedeckung im Winter ist eine natuerliche Ursache für Leistungseinbrueche und erfordert in der Regel keinen Serviceeinsatz, da der Schnee auf geneigten Daechern von selbst abrutscht. Blitzschlag und Überspannung koennen schwere Schäden verursachen und erfordern einen sofortigen Serviceeinsatz.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Bereiten Sie sich auf moegliche Stoerungen vor, indem Sie die Kontaktdaten Ihres Installateurs gut zugaenglich aufbewahren, einschliesslich einer Notfallnummer für ausserhalb der Geschaeftszeiten. Machen Sie sich mit der Bedienung des DC-Trenners und der Sicherungen vertraut. Bewahren Sie die technische Dokumentation Ihrer Anlage an einem bekannten Ort auf und stellen Sie sicher, dass auch andere Hausbewohner wissen, wo sich der DC-Trenner befindet und wie die Anlage im Notfall abgeschaltet wird.

Fazit: Vorbereitung und der richtige Partner

Stoerungen an Solaranlagen sind selten, aber sie koennen vorkommen. Mit der richtigen Vorbereitung, einem zuverlaessigen Installateur und einem funktionierenden Monitoring-System koennen Sie die meisten Probleme schnell und unkompliziert loesen. Achten Sie bereits bei der Wahl Ihres Installateurs auf dessen Serviceangebot und Erreichbarkeit, denn ein guter Service ist mindestens ebenso wichtig wie eine fachgerechte Installation. Auf unserer Plattform finden Sie Installateure, die nicht nur exzellent installieren, sondern auch im Stoerungsfall für Sie da sind.

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